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Wie kann ich mir helfen? Das können Sie tun.

Je nach aktuellem Befinden sind andere Schritte sinnvoll

Auch in Krisen sind Suizidgedanken nicht immer gleich stark und bedrohlich. Unten stehendes Schema kann dies verdeutlichen. Bei vielen Menschen drängen sich Suizidgedanken – mal mehr, mal weniger stark – ins Bewusstsein. Gleichzeitig können die Betroffenen diesen Gedanken etwas entgegensetzen oder sie zur Seite schieben. Sie verfügen also über Widerstandskraft gegen die Suizidgedanken. Je nach Lebenssituation tauchen Suizidgedanken also nur gelegentlich auf, oder aber sie sind mehr oder weniger dauerpräsent und drängend. Das Erleben dieser zwei Kräfte verändert sich je nach aktuellen Lebensumständen – manchmal mehrmals täglich. Die meisten Betroffenen können auf diesem Schema recht genau sagen, wo sie gerade stehen.

Wo stehen Sie?

In welchem der drei eingezeichneten Abschnitte  der Grafik unten befinden Sie sich aktuell? Klicken Sie unten in den Abschnitt oder auf den passenden Text darüber und lesen Sie, was Sie tun können.

Drängen der Suizidgedanken Widerstandskraft gegen Suizidgedanken

Ihre Widerstandskraft ist noch gross:

Sie haben Suizidgedanken, können diese aber auch immer wieder «zur Seite schieben».

  1. Nehmen Sie Suizidgedanken ernst. Suizidgedanken tauchen vor allem dann auf, wenn Belastungen und der Leidensdruck zu gross werden, um alleine getragen zu werden. Es ist wichtig, dass Sie sich Hilfe holen und über Ihre Situation sprechen, sonst besteht die Gefahr, dass die Suizidgedanken immer drängender werden und Sie ihnen immer weniger entgegensetzen können. Suchen Sie Unterstützung bei einer Vertrauensperson aus dem privaten Umfeld oder bei einer Fachperson (siehe auch Adressen) bevor Ihre Widerstandskraft aufgebraucht ist. Nicht selten verbirgt sich eine Depression hinter Suizidgedanken. Diese Erkrankung ist behandelbar. Klären Sie mit einer Fachperson (Psychotherapeut/-in, Hausarzt/Hausärztin) ab, ob Ihre Suizidgedanken Folge einer Depression oder einer anderen Erkrankung sind. (siehe auch Adressen
  2. Suchen Sie das Gespräch: In Ihrer Situation ist es gut, wenn Sie mit einer vertrauten Person aus Ihrem Umfeld über Ihre aktuelle Situation sprechen. Wenn Sie sich von Ihrem Gegenüber verstanden fühlen, sollten Sie auch ansprechen, dass Sie Suizidgedanken haben. Gesprächstipps finden Sie hier. Vielleicht fällt es Ihnen leichter, zunächst anonym mit einer Beratungsperson am Telefon zu sprechen. Die Beratenden der Dargebotenen Hand (Tel. 143) sind auf solche Gespräche vorbereitet. Sie können mit den Beratenden auch darüber sprechen, wen Sie ins Vertrauen ziehen möchten und wie Sie dabei vorgehen. Wenn Sie niemanden in Ihrem persönlichen Umfeld haben, dem Sie sich anvertrauen können, finden Sie hier weitere Adressen von Hilfsangeboten.
  3. Bauen Sie ein Helfernetz auf: Falls Sie in Ihrem Umfeld mehrere Vertrauenspersonen haben, mit denen Sie über Ihre Krise sprechen können, so kann es ratsam sein, diese zu vernetzen. Also dafür zu sorgen, dass sich diese Personen kennen und sich – gemeinsam mit Ihnen oder alleine – austauschen können. Einem solchen Helfernetz können Menschen aus Ihrem privaten Umfeld angehören und auch Fachpersonen (Ärzte, Psychotherapeuten ...). Mit einem Helfernetz können Sie eher sicherstellen, dass Sie jederzeit eine Ansprechperson finden, wenn es Ihnen schlechter geht. Es kann zudem für Ihre Vertrauenspersonen aus dem privaten Umfeld entlastend sein, wenn sie sich mit anderen austauschen können.
  4. Machen Sie einen Sicherheitsplan: Ein Sicherheitsplan ist eine Art Vorbereitung auf die akute Krise. Er hilft Ihnen, sich auf Situationen vorzubereiten, in denen Sie vor lauter Leid und Schmerz nicht mehr klar denken können. Vielleicht werden Sie den Plan nie brauchen, aber er kann Ihnen Sicherheit bieten. Und das kann hilfreich und entlastend sein. Lesen Sie weiter, wie Sie einen Sicherheitsplan machen können.
  5. Machen Sie Ihr Zuhause sicherer: Entfernen Sie Dinge, mit denen Sie sich etwas antun könnten: Tabletten, Waffen usw. Wenn Sie daran denken, eine Überdosis Tabletten zu nehmen, geben Sie die Medikamente jemandem, der sie Ihnen bei Bedarf in der verschriebenen Dosis bringen kann. Wenn möglich, machen Sie Ihr Zuhause gemeinsam mit einer Vertrauensperson sicherer.
  6. Fassen Sie Hoffnung: Menschen, denen es so schlecht ging, wie Ihnen jetzt, haben das überlebt und sind froh darüber. Lesen Sie Berichte von Menschen, die einen Suizidversuch überlebt haben.

Wenn sich Drang und Widerstand in der Waage halten:

  1. Nehmen Sie Suizidgedanken ernst. Sie befinden sich in einer kritischen Phase. Noch können Sie Ihren Suizidgedanken wirksam etwas entgegensetzen. Es besteht allerdings die Gefahr, dass Sie rasch in eine Krise geraten können, wenn etwas Belastendes geschieht. Suizidgedanken tauchen vor allem dann auf, wenn Belastungen und Leid zu gross werden, um alleine getragen zu werden. Es ist wichtig, dass Sie sich jetzt Hilfe holen und über Ihre Situation sprechen. Suchen Sie Unterstützung bei einer Vertrauensperson aus dem privaten Umfeld oder bei einer Fachperson (siehe auch Adressen).
  2. Sprechen Sie über die Suizidgedanken: Es ist wichtig, dass Sie mit jemandem über Ihre Situation und auch über die Suizidgedanken sprechen, damit auch Ihrem Gegenüber der Ernst der Lage bewusst wird. Gesprächstipps finden Sie hier. Vielleicht fällt es Ihnen leichter, zunächst anonym mit einer Beratungsperson am Telefon zu sprechen. Die Beratenden der Dargebotenen Hand (Tel. 143) sind auf solche Gespräche vorbereitet. Sie können mit den Beratenden auch darüber sprechen, wen Sie ins Vertrauen ziehen möchten und wie Sie dabei vorgehen. Wenn Sie niemanden in Ihrem persönlichen Umfeld haben, dem Sie sich anvertrauen können, finden Sie hier Adressen.
  3. Bauen Sie ein Helfernetz auf oder aktivieren Sie es: Falls Sie in Ihrem Umfeld mehrere Vertrauenspersonen haben, mit denen Sie über Ihre Krise sprechen können, so kann es ratsam sein, diese zu vernetzen. Also dafür zu sorgen, dass sich diese Personen kennen und sich – gemeinsam mit Ihnen oder untereinander – austauschen können. Einem solchen Helfernetz können Menschen aus Ihrem privaten Umfeld angehören und auch Fachpersonen (Ärzte, Psychotherapeuten ...). Mit einem Helfernetz können Sie eher sicherstellen, dass Sie jederzeit eine Ansprechperson finden, wenn es Ihnen schlechter geht. Es kann zudem für Ihre Vertrauenspersonen aus dem privaten Umfeld entlastend sein, wenn sie sich mit anderen austauschen können.
    Falls Sie bereits über ein Helfernetz verfügen, ist es wichtig, diese Personen oder zumindest einige davon über Ihren aktuellen Zustand zu informieren.
  4. Machen Sie einen Sicherheitsplan und prüfen Sie regelmässig, ob er aktiviert werden muss: Ein Sicherheitsplan ist eine Art Vorbereitung auf die akute Krise. Er hilft Ihnen, sich auf Situationen vorzubereiten, in denen Sie vor lauter Leid und Schmerz nicht mehr klar denken können. Lesen Sie weiter, wie Sie einen Sicherheitsplan machen können. Prüfen Sie regelmässig, ob der Sicherheitsplan aktiviert werden muss.
  5. Vermeiden Sie Drogen und Alkohol: Drogen- und Alkoholkonsum können Suizidgedanken verstärken. Verzichten Sie in Ihrer aktuellen Verfassung darauf.
  6. Machen Sie Ihr Zuhause sicherer: Entfernen Sie Dinge, mit denen Sie sich etwas antun könnten: Tabletten, Waffen usw. Wenn Sie daran denken, eine Überdosis Tabletten zu nehmen, geben Sie die Medikamente jemandem, der sie Ihnen bei Bedarf in der verschriebenen Dosis bringen kann. Wenn möglich, machen Sie Ihr Zuhause gemeinsam mit einer Vertrauensperson sicherer.
  7. Fassen Sie Hoffnung: Menschen, denen es so schlecht ging, wie Ihnen jetzt, haben das überlebt und sind froh darüber. Lesen Sie Berichte, von Menschen, die einen Suizidversuch überlebt haben. Sie können auch eine «Hoffnungskiste» machen: Füllen Sie eine schöne Kiste oder Schachtel mit allem, was Ihnen Hoffnung gibt: ein angenehmer Duft, schöne Bilder, Musik usw. Stellen Sie die Schachtel gut sichtbar und griffbereit auf. 
  8. Sorgen Sie für Ablenkung, Struktur und Kontakte: Wenn Sie etwas Schönes denken oder tun, werden die Suizidgedanken abnehmen. Falls Sie alleine leben oder keine regelmässigen Aufgaben erfüllen müssen, sollten Sie versuchen, Ihrem Tagesablauf Struktur zu geben und täglich jemanden zu treffen.  

Wenn Suizidgedanken allgegenwärtig und drängend sind:

Sie sind in akuter Gefahr.

In Ihrer aktuellen Verfassung kann auch ein scheinbar nichtiges Ereignis einen Suizidversuch auslösen.  

  1. Versprechen Sie sich zu warten: Auch wenn Ihr Schmerz riesig ist: Lassen Sie etwas Raum zwischen Ihren Gedanken und Ihrem Handeln. Geben Sie sich ein Versprechen: «In den nächsten 24 Stunden werde ich mir nichts antun. Ich werde es schaffen. Ich habe schon anderes geschafft.»
  2. Bleiben Sie nicht alleine: Informieren Sie Ihre Vertrauenspersonen über Ihren Zustand und sagen Sie, dass Sie jetzt besser nicht alleine sein sollten. Falls Sie niemanden erreichen, wenden Sie sich an eine der Adressen.
  3. Holen Sie sich sofort Hilfe: Es gibt verschiedene Orte, wo Ihnen rund um die Uhr geholfen werden kann. Wenden Sie sich jetzt an eine dieser Stellen, Adressen finden Sie hier.
  4. Falls vorhanden: Aktivieren Sie den Sicherheitsplan: Falls Sie einen Sicherheitsplan verfasst haben: Jetzt muss er aktiviert werden.
  5. Vermeiden Sie Drogen und Alkohol: Drogen- und Alkoholkonsum können Suizidgedanken verstärken. Verzichten Sie in Ihrer aktuellen Verfassung darauf.
  6. Lenken Sie sich ab. Befassen Sie sich mit Dingen, die Ihnen Hoffnung geben und die Ihnen guttun. 

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